Kategorie
Geschichte
Zeitraum
ganzährig
Dauer
ein Tag
Ort
Turau, Region Gomel
Zu einer der ältesten belarussischen Städte

Turau (russisch: Turow, litauisch: Turava) ist eine der ältesten belarussischen Städte und war einst kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Stammes der Dregowitschen (Litauische Periode). Turau wurde im Jahre 980 erstmals urkundlich erwähnt, die Geschichte der Stadt begann allerdings deutlich früher. Zu Zeiten der Kiewer Rus war Turau eine der größten Städte, Hauptstadt eines Teilfürstentums, und zudem eines der wichtigsten kulturellen und religiösen Zentren der Ostslawen. Die günstige geographische Lage der Stadt entlang wichtiger Handelsrouten war ein Grund dafür, das diese mehrmals angegriffen und niedergebrannt wurde. Die Stadt wurde immer wieder aufgebaut, allerdings sind viele Sehenswürdigkeiten leider bis heute nicht erhalten geblieben. Heute ist Turau eine beschauliche Kleinstadt im Südosten von Belarus, direkt am Fluss Prypjat gelegen.

Während einer Stadttour besichtigen Sie das malerische Kleinod. Sie sehen unter anderem die bekannten Steinkreuze, die gleichsam aus der Erde wachsen und in ganz Belarus als Symbol für die Gnade Gottes gelten. Viele Belarussen kommen nach Turau, um die Steine zu berühren und dadurch Segen zu erhalten.

Danach besuchen Sie die Kirche der Allerheiligen, das einzige noch erhaltene orthodoxe Gotteshaus der Stadt. In dieser Kirche befindet sich noch ein „Wunder“ - ein gigantisches Steinkreuz, das laut Legende von Kiew nach Turau angeschwemmt wurde. 

Die stumme Erinnerung an Altertum und Erhabenheit der Stadt ist in den Ruinen der orthodoxen Kirche des 12. Jahrhunderts zu spüren, wo sich heute ein Museum befindet das Sie besichtigen. Darüber befindet sich der Schloßberg, über dem ein eindrückliches Denkmal von Kirill von Turau trohnt. Kirill von Turau war einer der bedeutendsten Theologen und Schriftgelehrten auf ostslawischem Territorium. Heute ist er der Patron der Stadt. Vor dem Schloßberg eröffnen sich weitläufige wilde Wiesen, in denen zahlreiche seltene Vogelarten leben und Naturliebhaber aus der ganzen Welt anziehen. Die unweit davon gelegenen Flusslandschaften des Prypjat wecken den Wunsch mehr von dieser malerischen Landschaft zu entdecken (Polesien und Prypjatsümpfe).

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