Jeschiwa in Waloschyn | Bild: Benny Reiter

Meist beginnt die Suche nach den eigenen Wurzeln mit einer Geschichte, einem verschwommenen Foto, einem Brief aus alten Tagen, Erinnerungen.

Über die Jahrhunderte war Belarus das Territorium verschiedener Staaten, Schauplatz von Kriegen, Vertreibungen, der Schoa. Kein Land in Europa mußte in seiner Geschichte so viel Leid und Zerstörung ertragen wie dieses kleine Land, in dem sich zahllose menschliche Tragödien und Schicksale abspielten, am Scheideweg zwischen den Kulturen, zwischen Ost und West, zwischen slawischer und europäischer Welt. Architektonische Überreste, Archive, Friedhöfe (unter anderem zahlreiche jüdische Friedhöfe und Soldatenfriedhöfe aus beiden Weltkriegen) und letztlich auch die Einwohner legen bis heute davon Zeugnis ab.

Es gibt heutzutage viele Menschen, die der eigenen Familiengeschichte nachspüren und mehr über Herkunft und Schicksal Ihrer Vorfahren erfahren möchten. Einige dieser Wege kreuzen sich auf die ein oder andere Weise in Belarus. Seien es vergessene Orte, an denen Ihre Vorfahren einst lebten, Schlachtfelder, auf denen sie einen tragischen Tod fanden, oder einfach frühere Begegnungen mit dem Land und seinen Bewohnern denen sie nachspüren möchten … wir unterstützen und begleiten Sie auf Ihrer Suche.

Wir recherchieren für Sie in Archiven, besuchen die Orte, an denen Ihre Ahnen sich aufhielten, suchen das Gespräch mit den ältesten Ortsbewohnern (meist ein sehr ergiebiger und emotionaler Teil der Recherche), besuchen lokale Friedhöfe, Kirchen und andere Orte, die ein Schlaglicht auf die Sucharbeit werfen können.

Vor einer Reise führen wir meist detaillierte Recherchen durch. Dafür benötigen wir alle Ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, auch scheinbare belanglose Kleinigkeiten können unserer Erfahrung nach hilfreich sein.

In vielen Fällen liefert das belarussische Staatsarchiv wertvolle Anhaltspunkte im Rahmen einer Recherche. Das Staatsarchiv hat seinen Hauptsitz in Minsk, mit Außenstellen in ganz Belarus. Dokumente die ab 1917 datieren, finden sich meist dort. Für in das 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreichende Recherchen nutzen wir die Sammlungen des nationalen historischen Archivs. Hier finden sich auch Dokumente aus den Zeiten, als Belarus noch Teil des Großfürstentums Litauen (um 1300 bis 1569) und später Polen-Litauens (1569 bis 1795) war.

Einige Nachforschungen führen in das historische Staatsarchiv der Stadt Grodno. Dies betrifft vor allem Nachforschungen, die sich auf die Umgebung von Wilno (das heutige Vilnius in Litauen), Disna, Lida und Oschmjany beziehen.

Gerne erstellen wir im Rahmen unserer Recherchen auch Familienstammbäume, sofern sich dies in den Archiven nachverfolgen lässt. Für die Recherche benötigen wir die Namen Ihrer Vorfahren sowie alle vorherigen Aufenthaltsorte. Die Erstellung eines Stammbaums erfordert Zeit und kann bis zu einigen Monaten dauern. Einige Familien, vor allem im Osten Weißrusslands, wurden damals ohne Familiennamen registriert. Falls Ihre Familie bäuerliche Wurzeln hat, lässt sich die Familiengeschichte bis zu den Jahren 1750-1795 zurückverfolgen (nach der Teilung Polens wurde 1795 auf den neuen Territorien des Russischen Kaiserreichs eine Volkszählung durchgeführt). Gehörten Ihre Vorfahren zur Adelsschicht, kann ihre Geschichte bis zum 16. bzw. 17. Jahrhundert nachvollzogen werden.

Recherchereisen, die wir für Sie und mit Ihnen vor Ort durchführen, sind in jedem Falle unvergesslich. Sie führen meist abseits ausgetretener Pfade in ursprüngliche Orte und bieten eindrückliche Begegnungen mit den lokalen Bewohnern. Kontaktieren Sie uns dazu gerne jederzeit, wir beraten Sie individuell.